| Ein überzeugendes Sammelsurium |
Starke Premiere von Rezzos neuer CD. Liebeserklärungen an seine Heimat im HegauEin Mann, seine Stimme und seine Gitarre, mehr brauchte es bei „Rezzo unplugged" nicht, um den Kulturpunkt Arlen mit richtig guter Musik zu füllen.
Hier ein Ausschnitt aus der aktuellen CD Rielasingen-Worblingen (wal) In drei Bands mischt er derzeit mit, seit diesem Jahr ist er auch wieder solo unterwegs: Rezzo alias Michael Brauch. Für die Feuertaufe seiner CD „Rezzo's Sammelsurium" wählte der Sänger seine heimatlichen Gefilde, den „Kulturpunkt Arlen". Das passt, denn auf seiner Soloscheibe widmet er gleich mehrere Songs seiner Heimat im Hegau. Doch zunächst gilt es das Lampenfieber zu bändigen. „Solo und unplugged zu singen, das ist im Prinzip wie nackt sein", hatte der erfahrene Sänger von „The Acoustical South" im Vorgespräch zur Premiere gesagt. Doch seine Aufregung legt sich schnell, was dann folgt, lässt sich nur noch unter dem Stichwort „Musik pur" zusammenfassen. Rezzo macht sich auf die Reise durch sein „Sammelsurium". Zunächst ganz allein, nur mit seiner Gitarre, zelebriert er sein Ding als Singer-Songwriter, der sich nur auf seinen Gesang und sein Instrument konzentrieren muss. Zwischendurch erhält er von Rene Müller und Andreas Rossatti und ihren Gitarren Unterstützung aus dem Hintergrund. Das Zusammenspiel der drei erfährt mit dem Stück „If I ever loose you" sehr schnell den ersten Höhepunkt. Rezzo singt von der Suche nach dem eigenen Weg, von Sackgassen im Leben, von der Liebe. Meist melancholisch schön, dann wieder herausfordernd und impulsiv. Bemerkenswert die Wandlung seiner Stimme, wenn er zu deutschen Texten wechselt. Hier kommt sie tief aus dem Bauch, ist satter, noch souliger und kraftvoller als sonst. „Ich wollte immer weg", heißt es da, und „nirgends war es besser, egal wo, dies ist meine Heimat." Und immer wieder das Spiel der Gitarren. Sie weben einen dichten Klangteppich, der andere Instrumente nicht eine Sekunde vermissen lässt. „Dancing on your grave" ist das eindruckvollste Stück des Abends. Rezzo spielt hier das ganze Repertoire seines Könnens aus, ist leise, ist laut, singt schnell, singt langsam, wird zum Geschichtenerzähler, der aus Worten Bilder in den Köpfen der Zuhörer formt. Einfach nur stark. Unplugged ist sein „Sammelsurium" ein Erlebnis. Die rund 80 Zuhörer konnten nicht genug davon bekommen. Südkurier, Bild: Walden |
Starke Premiere von Rezzos neuer CD. Liebeserklärungen an seine Heimat im Hegau
Doch zunächst gilt es das Lampenfieber zu bändigen. „Solo und unplugged zu singen, das ist im Prinzip wie nackt sein", hatte der erfahrene Sänger von „The Acoustical South" im Vorgespräch zur Premiere gesagt. Doch seine Aufregung legt sich schnell, was dann folgt, lässt sich nur noch unter dem Stichwort „Musik pur" zusammenfassen. Rezzo macht sich auf die Reise durch sein „Sammelsurium". Zunächst ganz allein, nur mit seiner Gitarre, zelebriert er sein Ding als Singer-Songwriter, der sich nur auf seinen Gesang und sein Instrument konzentrieren muss. Zwischendurch erhält er von Rene Müller und Andreas Rossatti und ihren Gitarren Unterstützung aus dem Hintergrund. Das Zusammenspiel der drei erfährt mit dem Stück „If I ever loose you" sehr schnell den ersten Höhepunkt. Rezzo singt von der Suche nach dem eigenen Weg, von Sackgassen im Leben, von der Liebe. Meist melancholisch schön, dann wieder herausfordernd und impulsiv. Bemerkenswert die Wandlung seiner Stimme, wenn er zu deutschen Texten wechselt. Hier kommt sie tief aus dem Bauch, ist satter, noch souliger und kraftvoller als sonst. „Ich wollte immer weg", heißt es da, und „nirgends war es besser, egal wo, dies ist meine Heimat."